Freitag, 22. Dezember 2017

#freitagsgedanken – Weihnachten



Weihnachten

Übermorgen ist es soweit: Weihnachten.
Ein Fest, das immer eines meiner liebsten Feste war – und auch immer noch ist. Ich liebe die Stimmung und die Lichter, die ganze Deko, die Gemütlichkeit und das leckere Essen.

Schon im August habe ich in der Regel meinen ersten Weihnachtsrausch, dann kommen mir – weil es so heiß ist und ich mich nach Kälte sehne – die ersten Ideen für die Weihnachtszeit. Was für Adventskalender ich basteln könnte, wie ich die Geschenke dieses Jahr einpacke und was überhaupt tolle Geschenke wären. Ich mache den Großteil der Geschenke stets selbst, weil mir nie einfällt, was ich einer Person kaufen könnte, ich aber wahnsinnig gern DIY-Kram mache und ich persönlich Selbstgemachtes immer besonders schätze.

Im Oktober etwa folgt dann der zweite Schub und die Ideen werden konkreter. Bis Anfang Dezember nimmt die Schubhäufigkeit dann ständig zu und pünktlich zum 1. Dezember ist die Wohnung dekoriert. Wobei ich da recht zurückhaltend bin, bei mir gibt es keine bunt-blinkenden Weihnachtssterne im Fenster oder Weihnachtsmänner, die sich vom Balkon abseilen.
Meist ein bis zwei Sträuße aus Ästen, mit Lichterketten und vielleicht ein paar Kugeln verziert, Kerzen in Wohnzimmer und Küche und drei bis vier Dekoelemente wie meine Weihnachtsschneekugel, einen Papiertannenbaum oder eine kleine Figur (dieses Jahr das kleine Auto, das in meinen Monthly Favourites vorkam).

Danach genieße ich dann die Deko, das tägliche Öffnen des Adventskalenders und meine monströs lange Christmas Playlist auf dem iPod. Klingt ja erstmal gut.

Es gibt nur ein kleines Problem: durch meine extreme Vorfreude ist dann spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag aber auch Schluss. Dann kann ich die Deko nicht mehr sehen und nehme alles, was explizit weihnachtlich aussieht, wieder ab.
Wenn ich einen Weihnachtsbaum oder einen Strauss aus Tannenzweigen habe, wird der pünktlich zu Silvester umdekoriert, damit nichts mehr an Weihnachten erinnert. Stattdessen tummeln sich dann Luftschlangen und kleine Fliegenpilze in den Zweigen. Silvester ist für mich ein völlig eigenständiges Fest, das bitteschön ganz von Weihnachten getrennt sein soll.
Traditionell gesehen bleibt glaube ich der Weihnachtsbaum bis in den Januar hinein stehen, aber man muss sich ja nicht an alle Traditionen halten.

Überhaupt Traditionen. Jetzt in der letzten Woche hatte ich alle letzten Arbeitstermine, habe mit meinen Gruppen gefeiert und Freunde gefragt, wie sie Weihnachten verbringen. Die meisten sind Heiligabend bei den Eltern, kaum einer feiert allein oder nur mit dem Partner.
Da nunmal meine Verwandten MEINE Verwandten sind, haben mein Mann und ich vor ein paar Jahren etabliert, dass wir Heiligabend stets allein sind, in unserer Kleinfamilie sozusagen, nur wir zwei (und die Katzen). Am ersten Feiertag gehts dann zu meiner Mutter.
So klappt es recht gut und mir selbst ist erstaunlicherweise alles relativ egal, wenn Weihnachten wirklich da ist. Mir ist die Vorfreude besonders wichtig, wichtiger als das eigentliche Fest.

Über die Jahre haben wir zwei unsere eigenen Traditionen entwickelt. Neben Traditionen, die man als Kind vermittelt bekommt, liegen mir besonders diejenigen, die man selbst startet, am Herzen.
So gehen wir seit Jahren meist an Heiligabend ins Kino, in eine Nachmittagsvorstellung. Zum Glück läuft ja jedes Jahr irgendein Blockbuster in der Weihnachtszeit, den man gesehen haben muss.
Als wir mit der Tradition starteten, schauten wir Sherlock Holmes, dann kamen die nächsten Jahre die Hobbit-Filme, dann Star Wars. Auch dieses Jahr wird es Star Wars sein und die Vorfreude auf Sonntag ist groß.


Danach gibt es meist Würstchen mit Kartoffelsalat. Dieses Jahr schwanken wir, ob es nicht mal Raclette sein sollte, so zur Abwechslung.

Am ersten Feiertag geht es nach dem mittäglichen Festessen bei meiner Mutter wieder nach Hause, um dort eingekuschelt das Doctor Who Christmas Special zu schauen. Auch eine liebgewonnene Tradition. Dieses Jahr werde ich schrecklich weinen, weil sich der aktuelle Doctor verabschiedet, den ich – wie alle anderen zuvor – wahnsinnig ins Herz geschlossen habe.

Und der zweite Feiertag ist in meinem Kopf dann schon fast nicht mehr Weihnachten. Man erfreut sich an Geschenken, isst die Reste vom Vortag und lässt alles so langsam ausklingen.

So ist jeder anders und ich bin ganz fasziniert von all den verschiedenen Traditionen und Bedeutungen, die Weihnachten für jeden hat.

Wie läuft denn euer Weihnachten ab? Erzählt mir von euren Traditionen!

Und habt alle frohe und entspannte Feiertage!

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