Freitag, 2. Juni 2017

Vertrauen - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der sechsundfünzigste Wert ist:


VERTRAUEN

Wikipedia sagt:
Vertrauen ist in psychologisch-­persönlichkeits­theoretischer Perspektive definiert als subjektive Überzeugung von der (oder auch als Gefühl für oder Glaube an die) Richtigkeit, Wahrheit bzw. Redlichkeit von Personen, von Handlungen, Einsichten und Aussagen eines anderen oder von sich selbst (Selbstvertrauen). [...] (https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrauen)

Als ich die Werte-Liste von "Ein guter Plan" das erste Mal durchgegangen bin und meine wichtigsten Werte rausgeschrieben habe, war Vertrauen mit dabei.

Vertrauen ist für mich die Basis für menschliche Beziehungen. Und dieses Vertrauen habe ich mir über die Jahre erarbeitet.
Als Teenager war ich eine extreme Traschtante und Lästerbacke und nicht besonders vertrauensselig. Mehrmals habe ich das Vertrauen von Freunden missbraucht - aus Neugier, Geltungsbedürfnis und Redseligkeit.
Irgendwann merkte ich dann, dass mir meine Freunde weniger anvertrauen. Und ich merkte, dass zur Vertrauenswürdigkeit gehört, verlässlich zu sein, Dinge für sich zu behalten und den anderen in seinen Wünschen zu respektieren und ernst zu nehmen.

Mein Vertrauen in andere war jedoch stets ungebrochen und offen. Grundsätzlich bringe ich jedem ein Grundvertrauen entgegen - auch weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Vertrauensbrüche selten aus Bösartigkeit, sondern eher aus Gedankenlosigkeit, mangelndem Ernst ... und fehlendem Selbstvertrauen entstehen.
Letzteres brauchen wir für ein entspanntes Leben nach unseren eigenen Vorstellungen.
Je mehr wir uns selbst vertrauen - und auch ZUtrauen - desto leichter fällt es uns, anderen zu vertrauen. Wir müssen unsere eigenen Stärken und Schwächen kennen und vor allen Dingen akzeptieren, um sie auch bei anderen Menschen annehmen und verstehen zu können.

Wenn wir mit Vertrauen großzügig umgehen, schaffen wir eine Basis für ein angenehmes Miteinander auf Augenhöhe. Wenn wir unserem Gegenüber Vertrauen entgegenbringen, geben wir ihm die Möglichkeit sich uns gegenüber zu öffnen und seine eigenen Potentiale angstfrei auszuleben - was für alle in der Regel ein Gewinn ist.

Vertrauen ist besonders dann eine Herausforderung, wenn man ein Mensch ist, der ungern Kontrolle abgibt. Besonders sehr sicherheitsliebende Persönlichkeitstypen sind selten vertrauensselig, sie haben Sorge, dass sich andere nicht an Regeln halten und ihr sicheres Gefüge - und somit ihre Wohlfühlumgebung - aus den Fugen gerät.
Ich musste mühsam lernen, dass auch alles gut werden kann, wenn ich nicht alles kontrolliere oder selbst mache, sondern anderen den Raum gebe, sich zu entfalten - und ihnen einfach vertraue.
Dabei kommen wunderbare Dinge heraus, die nicht meine eigene Idee oder Leistung waren, sondern die eines Teams.
Und mit unterschiedlichen Qualifizierungen und extrem komplexen Aufgaben, ist diese Arbeitsweise die Arbeitsweise der Zukunft.
Die Fähigkeit im Team Stärken zu bündeln und gemeinsam neues zu erschaffen, ist extrem wichtig für die Zukunft der Arbeit.

Lasst uns einander mehr vertrauen - wir wissen schon, was wir tun!


Matthias Claudius beschreibt es so, wie auch ich es empfinde:

Foto: "Leonce & Lena", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel/

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