Samstag, 31. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016



Die letzten Jahre habe ich den Jahresrückblick ganz vergessen, dabei mag ich ihn eigentlich gern.
Mit der Wiederauferstehung des Blogs in diesem Jahr lebt natürlich auch diese Tradition wieder auf!

Wie immer fällt einem erst beim Rückblick auf ein Jahr auf, WAS alles in diesem Jahr passiert ist. Die Zeit vergeht so schnell, aber in dieser Zeit passiert auch unglaublich viel.

Dieses Jahr war in bißchen wie ein Neustart für mich. Ende 2015 zog ich in eine neue Wohnung, Dieses Mal ohne Probenraum ohne monströse Hallen. Wir zogen quasi von einem Schloss in eine Villa - im übertragenen Sinne.
Das Wort des Jahres war also "Simplifizierung". Es sollte wieder kleiner, einfacher, gemütlicher werden. Die ersten Monate standen im Zeichen des Einrichtens, ich strich Wände und fuhr viele Touren, um unsere Habseligkeiten von einem zum anderen Ort zu transportieren. Eine wahnsinnige Hilfe dabei war meine Freundin und Genossin Anne! Nochmal ein großes Dankeschön an dieser Stelle!

Schon in diesen ersten Monaten des Jahres geschah das, was ich mir erhofft hatte: wir hatten öfter Besuch von Freunden, wir saßen gemütlich beim Tee zusammen, quatschen, lachten und hatten eine schöne Zeit. Im Sommer schauten wir auf dem Balkon Filme und es fanden ab und zu lustige Proben oder gemeinschaftliche Kochabende mit der Genossenschaft statt.

Es war insgesamt ein Jahr der Freundschaft, ein Jahr des Kontaktes.
Freundschaften wurden intensiviert (hallo Carmen!) und alte Freundschaften wieder reaktiviert (hallo Matthias!).
Endlich entschloss ich mich, mit dem Networking zu beginnen. Ich bin eher ein distanzierter Typ bei neuen Kontakten und tue mich schwer mit Kontakterstaufnahme. Aber ich werde langsam besser. Dieses Jahr nahm ich am Barcamp Berlin und am LifeWorkCamp teil, wurde Mitglied bei den Powerfrauen@Berlin und besuchte ein BNI-Treffen. Durch alle Kontakte, die ich dort traf, wurde mein (Geschäfts-)Leben unglaublich bereichert! Ich habe tolle Menschen getroffen, es wurden und werden gemeinsam Pläne geschmiedet und teilweise schon umgesetzt, wie bei der Professional Speakers Academy im August.

Die erste Hälfte des Jahres nutze ich zum Ja-Sagen! Wenn sich eine Gelegenheit bot, etwas neues zu probieren, war ich dabei. Sei es ein Morgen beim BNI, ein Fotoshooting für meine Kollegin Inka, die Teilnahme an einer Studie, eine Bootstour mit meiner Gruppe Spielschauer, eine Fortbildung für Lehrer oder Unterstützung bei Theaterprojekten von Freunden. Ich war offen und ein bißchen unsortiert und nahm mir vor, einfach mitzuschwimmen. Dieses Schwimmen war super und brachte mir viele neue Erfahrungen. Im Sommer hatte ich mich dann für einen Fokus - Status - entschieden und frischte meine CI entsprechend auf, mit neuen Fotos, Texten und Visitenkarten.
Die zweite Hälfte des Jahres wurde dann intensiver und ausgewählter genetzwerkt. Die Zeit wurde durch meinen neuen Gruppendrang-Kurs knapper und ich musste stärker sortieren, an welchen Events ich teilnehme und wann ich lieber Ruhepausen einlege.

Auch mein Blog hat dieses Jahr einen Neustart hingelegt. Wurde er vorher eher stiefmütterlich geführt, erblüht er seit dem Frühjahr wieder. Ich habe eine Art Blogroutine entwickelt, bei der es ab und an montags Ratschläge oder Tipps gibt, mittwochs eher Erfahrungsberichte und Vorstellungen und jeden Freitag einen neuen Beitrag zum Thema #wertekatalog. Es macht mir große Freude den Blog zu füllen und euch an den Entwicklungen in meinem Leben und meiner Arbeit teilhaben zu lassen.

Das neue Jahr bringt neue Kooperationen mit sich, die gerade vorbereitet werden. Auch neue Workshops und Kurse sind in Planung, da werde ich noch ein bißchen brainstormen.

Aktuell "mach ick piano", wie man so sagt. Und das ist auch mal schön.

Hier noch ein paar Favoriten von 2016:


Meine Theaterinszenierung des Jahres:

Das Feuerschiff im Deutschen Theater



Mein Foto des Jahres:

























Entstanden während der Shootings für meine Website.



Mein Song des Jahres:



Weil es DER Song von meinem guten Freund Nils und mir ist - und es eben ein Jahr der Freundschaft war!


Mein Film des Jahres:






Mein Lieblingsessen des Jahres:

Seitdem ich am Kudamm wohne, am liebsten Currywurst von Wittys. #sorrynotsorry



Meine Serienentdeckung des Jahres:





Fortbildung des Jahres:

Da müssen sich Keith Johnstone und die Demenz-Fortbildung von Mark-Peter Althausen den 1. Platz teilen.









2017 - ich bin gespannt, was du für mich bereit hältst! 

Freitag, 30. Dezember 2016

Natürlichkeit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der fünfunddreißigste Wert ist:


NATÜRLICHKEIT


Wikipedia sagt ... mal wieder nix. Aber das Yoga-Wiki hat eine ganz brauchbare Definition (das Yoga-Wiki und ich werden wohl noch gute Freunde):
Natürlichkeit heißt so zu sein, wie es die Natur ist. Natürlichkeit als Charaktereigenschaft bedeutet Unverbildetheit, Ungezwungenheit. Natürlichkeit ist das Gegenstück zu Höflichkeit, gute Manieren. Natürlichkeit heißt einfach so zu sein, wie man ist.[...] (http://wiki.yoga-vidya.de/Mitgefühl)

Natürlichkeit und ich - da treffen zwei Welten aufeinander!
Aber solche Herausforderungen mag ich. Heute wird also ein bißchen über Natürlichkeit philosophiert.
Interessant finde ich, dass laut der obigen Definition "Natürlichkeit" das Gegenstück zu Höflichkeit ist. Das passt auch zu Filmen, in denen von einer "erfrischenden Natürlichkeit" die Rede ist, wenn eine Figur ungehobelt ihre Meinung sagt, vom Auftreten und Aussehen nicht in den Rahmen passt oder besonders resistent gegenüber Veränderungen ist.

Natürlichkeit ist ein Wert, für den vermutlich so viele Definitionen existieren wie es Menschen gibt. Für jeden ist Natürlichkeit etwas anderes.
Wiktionary nennt es eine

"Eigenschaft, vor allem von Personen, die ein offenes, unverstelltes Verhalten zeigen".

Da drängt sich mir die Frage auf, wie man ein unverstelltes Verhalten definiert. Ist es das sofortige Äußern eines inneren Gefühls oder Bedürfnisses? Oder bedeutet es "nur", dass wir keine "Maske" tragen?
Ich glaube, letzteres ist für viele eine brauchbare Definition, birgt aber die Gefahr, dass Natürlichkeit mit Authentizität verwechselt wird.
Authentisch ist man dann, wenn das Handeln mit der Meinungsäußerung übereinstimmt, wenn Eindruck sowie Ausdruck und Verhalten kongruent bzw. stimmig sind. Authentisch können aber auch "unnatürliche" Wesen sein.
Denn Natürlichkeit bezieht sich noch viel mehr auf ein ursprüngliches, pures, unverändertes Auftreten.

Doch wann ist jemand heute noch natürlich? Wir geben uns doch sehr viel Mühe mit uns, wie arbeiten an unserem Ausdruck, wir überlegen meist, was wir sagen, wir achten auf Umgangsformen und wir verändern unser Äußeres, so dass es uns (und vielleicht auch anderen) gefällt.
Je weniger künstlich diese Veränderung wirkt (!), desto schneller sprechen wir davon, dass jemand natürlich ist. Das kann natürlich ein Trugbild sein. Vielleicht hat die Person sehr viel Arbeit in dieses Erscheinungsbild gesteckt, um so natürlich wie möglich zu wirken. Aber IST sie es dann auch?

In der obigen Definition wird gesagt, dass Natürlichkeit bedeutet "einfach so zu sein, wie man ist.".
Aber wie IST man denn?
Wir sind doch immer so, wie wir entscheiden zu sein. Und wir sind immer so, wie wir in dem Moment zu unserem Umfeld stehen. Wir sind so, wie wir erzogen wurden. Wir sind kaum noch einfach so wie wir sind. Als Baby und Kind IST man einfach. Aber selbst da beginnt schon der Einfluss von außen und innen. Je nach Erziehung trainieren wir uns bestimmte Verhaltensweisen an oder entscheiden, wie wir uns kleiden.

Ich glaube, die wenigsten sind heutzutage "natürlich" im Sinne der Definition. Für mich ist es ein Wert, mit dem ich mich als Person nur selten identifiziere. Ich bin mir meines Auftretens oft bewusst, ich überlege, wie ich auf andere wirken will, ich bin mal flapsig, mal unterhaltsam und mal ganz ruhig. Es sind bewusste Rollen, die ich spiele, die ich mir ausgesucht habe, mit denen ich gewachsen bin.
Meine Nägel sind meist lackiert, ich schminke mich gern (und ich schminke mich auch gern mal gar nicht), ich verändere meine Haarfarbe, ich "verkleide" mich täglich, wenn ich mich anziehe.

Jegliche Form von Kultur verändert uns, jegliches Eintauchen in andere Gesellschaften. Unterschiedliche Rollen, die wir in unterschiedlichen Beziehungen spielen, jede Form der Emotionsunterdrückung oder -vertagung ... all das macht uns quasi unnatürlich und künstlich.
Und das ist absolut normal.

RuPaul sagte so schön:

"We´re born naked, and the rest is drag!"


Pure Natürlichkeit ist also kaum noch möglich. Der Drang, den Lebensstil zu vereinfachen und "natürlicher" und ursprünglicher zu gestalten - der wird immer stärker und ist der einzige Weg, unsere Umwelt zu entlasten.
Aber wir selbst als Mensch kreieren uns täglich neu und zeigen somit Fortschritt, Entwicklung, Veränderung, Intelligenz ... und nicht zuletzt: Kultiviertheit. Und das ist doch auch nicht zu verachten.


Passend dazu gibt es ein humoriges Zitat von Oscar Wilde:

Foto: "Ernst", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Über Tod und Leben ... Abschied von 2016



Was für ein Jahr ...

Ein Jahr des Abschieds. Ein Jahr, in dem unzählige Menschen starben.
Der Tod hat uns dieses Jahr auf Schritt und Tritt begleitet. Er zeigte sich uns in den Medien, fand weit weg und direkt vor der Haustür statt.

Der Tod betraf nicht nur fremde Menschen, er betraf auch Bekannte, Freunde ... und mich.
Auch ich musste Abschied nehmen.
Im November ist mein Großvater gestorben. Ein Mensch, der mir als Kind sehr wichtig und später leider nicht mehr so nah war. Dennoch war ich traurig. Die Nachricht erreichte mich in meinem Wien-Urlaub, gleich am dritten Tag. Ich hatte es geahnt, dass er genau dann sterben wird, wenn ich weg bin.
Die Urlaubstage waren eigenartig. Teilweise wunderschön und teilweise furchtbar traurig. Es waren Tage voller Tränen. Tränen der Trauer und Tränen der Rührung. Mal weinte ich auf dem Dach des Haus des Meeres in Wien, weil ich dort im Nieselregen stand mit dem Wissen, dass ich lebe und so etwas wunderbares sehen kann. Mal übermannte mich die Musik beim "Hollywood in Vienna"-Konzert. Und es gab diesen einen Moment im Naturhistorischen Museum, als ich ahnte, dass die Abteilung mit den Tieren des Waldes nicht ganz einfach wird, da mein Opa Jäger war - und sich diese Vorahnung bestätigte. Kaum sah ich die ersten Hirsche, kamen die Tränen. Ich stellte mich ans Fenster und blickte auf das abendliche Wien bis der Moment vorüber war.


Mit dem Tod kam der Abschied. Der Abschied von meinem Großvater und der Abschied von allem, was mit diesem Menschen verbunden war. Ein letztes Mal war ich im September auf seinem Grundstück. Auf diesem Stück Land und in dem Haus, dass er Jahrzehnte lang mit meiner Großmutter bewohnte. Das Haus, in dem meine Mutter aufwuchs und in dem auch ich unzählige Ferien meiner Kindheit verbrachte. An diesem Tag wusste ich, dass ich voraussichtlich das letzte Mal an diesem Ort sein werde. Ich hatte meine Kamera mitgebracht und fotografierte alles. Jeden Winkel, jeden Raum, jedes Stück des Gartens. Ich fotografierte Bäume voller Äpfel, Spinnweben an den Decken, alte Honigwaben, Geweihe, gestapeltes Holz und Schnecken.

Auf diesem Grundstück waren Tod und Leben ständige Themen. Mein Großvater war Landwirt, Jäger und Imker. In meiner Kindheit war ich mit vielen Tieren konfrontiert, toten und lebenden. Ich war es gewohnt, den Lebenszyklus eines Tieres komplett mitzuerleben, ein Kaninchen sowohl zu füttern als auch später zu essen. Ich war mit im Wald auf Pirsch, immer ohne Gewehr, da ich Angst vor dem lauten Schuss hatte. Auf dem Hochsitz bin ich regelmäßig eingeschlafen und wurde in wunderbaren Momenten wieder geweckt, mit dem Blick auf eine mondbeschienene Lichtung voller Hirsche.



Mit dem Tod tun wir Menschen uns meist nicht so leicht. Die Angst vor dem Tod ist allgegenwärtig. Doch ich denke, dass das Sterben schlimmer ist. Das Sterben ist ein schmerzhafter Prozess, manchmal ein schleichender und langwieriger.
Vor einigen Jahren starb meine eine Großmutter. Innerhalb weniger Monate kam sie zuerst in ein Krankenhaus, dann in ein Hospiz. Ich besuchte sie jeden zweiten Tag. Es gab Tage, da war sie gut gelaunt und sehr wach, dann schmuggelte ich heimlich ein Eis in ihr Zimmer, auf das sie sich so freute, oder brachte ihr einen Strauß Tulpen mit. Es gab aber auch Tage, in denen sie Angst hatte, ich ihr tapfer ihre Hand haltend Mut machte und danach draußen auf der Parkbank für mich allein die Tränen laufen ließ. Und es gab diese Tage, an denen ich ins Zimmer kam und sie mich nicht wahrnahm, betäubt durch die starken Schmerzmittel. Dann sagte ich nur kurz Hallo und ging wieder.

Bei ihrem Tod war ich nicht bei ihr, sie starb genau an einem der Tage zwischen meinen Besuchen. Und es war gut so. Ich war erleichtert und traurig zugleich.


An diese Zeit musste ich in diesem Jahr oft denken. Meine Katze wird alt. Dieses Jahr war ein anstrengendes Jahr für sie. Heute wurde sie zum dritten Mal operiert. Es gab außer einem baldigen Tod keine Alternative. Es geht ihr gut zwischen diesen Zeiten, in denen immer wieder etwas nachwächst, was schon einmal entfernt wurde.
In ein paar Monaten oder ein paar Jahren werde ich entscheiden müssen, wann mein Haustier stirbt. Ich werde vermutlich dabei sein, wenn es stirbt. Und ich habe Angst davor. Ich denke, das ist normal.
Wir alle haben Angst vor Tod und Sterben. Wir haben Angst vor Abschieden.
Aber sie gehören zum Leben dazu.

Wir gehen Partnerschaften ein, wir bekommen Kinder, wir betreuen unsere Eltern, wir haben Haustiere. Diese Entscheidungen treffen wir, obwohl wir wissen, dass all diese Lebewesen irgendwann sterben. Einige von ihnen vor uns.
Das Leben ist so simpel - und so schwer. Der Tod ebenfalls.


Ich will keine Angst vor dem Tod haben. Ich tue alles, um das Leben zu leben, das mir Freude macht. Nein, ich möchte jetzt nicht sterben, denn ich möchte noch viel mehr wunderbare Dinge tun. Aber wenn ich jetzt sterben müsste, dann in der Gewissheit, dass ich ein großartiges Leben hatte. Dass ich andere und mich selbst zum Lachen gebracht habe, dass ich anderen und mir selbst helfen konnte, dass ich Fähigkeiten gelernt und genutzt habe, dass ich es mir und anderen so schön wie möglich gemacht habe.
Die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten lebt ein fremdbestimmtes Leben. Viele, weil sie keine Wahl haben. Aber leider auch viele, obwohl sie eine Wahl haben.

Vor uns liegt eine Zukunft, die die Illusion der Sicherheit, die wir sowieso nie hatten, nicht mehr beinhaltet. Wir sind nie sicher und wir waren nie sicher. Der Tod wartet jeden Tag auf uns, an jeder Ecke - in Form einer Krankheit, eines Autos, einer Leiter.
Jeder Tag, den wir überleben, ist ein Geschenk, das wir zelebrieren sollten.
Lasst uns die Zeit nutzen und tun, was uns Freude macht! Lasst uns Geld verdienen mit etwas, was uns Spaß macht! Lasst uns essen, was uns gut tut! Lasst uns forschen! Lasst uns Pläne schmieden! Lasst uns einander besser verstehen! Lasst uns kreativ sein! Lasst uns diese wunderbare Welt erhalten, die wir haben!
Lasst uns glücklich sein!



Samstag, 24. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 24: "Geschenk an Dich"

Vielleicht hast du schon alle Geschenke für deine Liebsten beisammen, vielleicht fehlt dir noch die ein oder andere Sache, vielleicht schenkt ihr euch auch gar nichts ... Auf jeden Fall ist heute an Heiligabend (und vermutlich auch die nächsten Tage) große Geschenke-Zeit!

Und Zeit mit den Menschen zu verbringen, die einem wichtig sind, ist das tollste Geschenk!

Es ist also eine Zeit des Schenkens und ich frage dich:
Hast du auch ein Geschenk für dich?

Erfülle dir doch zu Weihnachten einen Wunsch, den du schon eine Weile mit dir herumträgst! Ist es etwas materielles? Ein Luxusprodukt, für das du bisher kein Geld ausgeben wolltest, aber immer davon schwärmst? Ist es eine Veranstaltung?
Oder ist es vielleicht auch etwas immaterielles? Auch das kannst du dir selbst schenken. Du kannst dir selbst beispielsweise Freiheit schenken, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Du kannst dir schenken, weniger auf Perfektionismus zu hören. Und du kannst dir mehr Zeit schenken.

Heute ist Zeit für ein Geschenk an dich selbst. Es ist doch schließlich Weihnachten!

Freitag, 23. Dezember 2016

Achtsamkeit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der vierunddreißigste Wert ist:

ACHTSAMKEIT


Wikipedia sagt:
Achtsamkeit (engl. mindfulness) kann als Form der Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit einem besonderen Wahrnehmungs- und Bewusstseins­zustand verstanden werden, als spezielle Persönlichkeitseigenschaft sowie als Methode zur Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne). Historisch betrachtet ist „Achtsamkeit“ vor allem in der buddhistischen Lehre und Meditations­praxis zu finden. Im westlichen Kulturkreis ist das Üben von „Achtsamkeit“ insbesondere durch den Einsatz im Rahmen verschiedener Psychotherapie­methoden bekannt geworden.[...] (https://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit_(mindfulness))

Achtsamkeit ist ja quasi DER Trend-Wert. In einer Welt, die unser Gehirn täglich strapaziert und ihm wenig Ruhephasen gönnt, müssen wir uns eine natürliche Achtsamkeit wieder erarbeiten.
Mit Achtsamkeit ist in dem Fall eine genaue und gelenkte Aufmerksamkeit gemeint. Eine Achtsamkeit für die Umgebung, für die eigenen Empfindungen, für den eigenen Körper, für das Gegenüber.

Im Schauspiel und in der Theaterpädagogik ist Achtsamkeit eine wichtige Basis. Über Achtsamkeitsübungen wird die Konzentration auf das Hier und Jetzt geschult, so dass die Gedanken sich auf die aktuellen Handlungen fokussieren und nicht in Bereiche abschweifen, die in Vergangenheit oder Zukunft liegen. Diese Konzentration brauchen wir, um Feinheiten und Details wahrzunehmen und darauf reagieren zu können.




Eine ganz einfache Form der Achtsamkeitsübung ist am Anfang jeder Probe und jeden Workshops das "Warm Up". Wie beim Sport dient es dazu, den Körper und den Geist für das kommende Training vorzubereiten. Es dient dazu, den Gedankenfluss zu durchbrechen, Alltagssorgen abzuschütteln und den Fokus auf sich selbst und die anderen zu richten. Ein Warm Up besteht meist aus kleinen Übungen, die den Körper und den Kopf in Bewegung bringen, ihn eben "aufwärmen", z.B. durch schnelle konzentrationsfördernde Spiele im Kreis, Wahrnehmungsübungen, Tanzen oder Gymnastik.
Ich denke, dass auch bei der täglichen Arbeit ein kurzes Warm Up von Vorteil wäre. Ein Fokussieren und Innehalten als Einstieg in die kommenden Tätigkeiten der nächsten Stunden.



Wenn wir unter Stress stehen, lässt unsere Achtsamkeit rapide nach. Wir registrieren keine Veränderungen in unserer Umwelt mehr, wir nehmen Signale unseres Körpers nicht wahr und empfinden jegliche Dinge, die Aufmerksamkeit fordern, als anstrengend.
Achtsamkeitstraining ist deshalb gerade im Rahmen von Stressprävention ein gutes Mittel. Eine Achtsamkeitsschulung kann auf verschiedene Arten erfolgen, sei es durch simple kleine Übungen für den Alltag oder durch Yoga, Qi Gong oder verschiedene Entspannungsmethoden.

Die Theaterpädagogik bietet eine Fülle an einfachen und komplexeren Übungen, die hervorragend die Achtsamkeit trainieren.
In den nächsten Monaten werde ich einige davon auf dem Blog teilen und auch in Workshops anwenden.

Eine Refokussierung auf uns selbst, unser eigenes Empfinden und auf das, was wir wirklich wollen, ist wichtig und tut uns gut. Nur wenn wir uns selbst wahrnehmen, können wir auf angenehme Weise mit anderen agieren und unser Leben so gestalten, wie wir es uns wünschen.

Auf ein achtsames 2017!


Heute ist mal Wilhelm Busch dran:

Foto: "Who´s perfect?", Theatergruppe Großstadtfenster: http://www.sarah-bansemer.de/file/153

Adventskalender 2016 - Tag 23: "Challenge 2017"

Ein Jahreswechsel ist ja immer DIE Zeit für gute Vorsätze ... die wir dann sowieso nicht einhalten.

Und was zum Teufel ist eigentlich ein "guter" Vorsatz? Es ist doch ein Widerspruch in sich, wenn ein "guter" Vorsatz in der Regel etwas ist, dass uns keine Freude macht oder besonders schwerfällt.
Wenn wir wirklich abnehmen / Sport treiben / mit dem Rauchen aufhören / ... wollen, werden wir irgendwann damit starten, wenn der Leidensdruck am größten ist. Das passiert automatisch.

Zum Jahreswechsel finde ich es lustiger, mir eine Challenge für´s neue Jahr auszudenken. Etwas, was ich mal ausprobieren will, einfach so - weil ich kann.

Und das muss nicht mit Selbstkasteiung und harten Aufgaben zu tun haben. Es darf gern etwas sein, was Spaß macht!

Vorletztes Jahr habe ich mir die Challenge gestellt, jede Woche ein neues Rezept auszuprobieren. Ich habe das bis etwa September geschafft und dadurch viele neue Leckereien mit in mein Repertoire aufnehmen können.

Für das nächste Jahr überlege ich noch. Ein Mal im Monat ein Theaterbesuch? Zu jeder Jahreszeit ein Dinner mit Freunden? Oder doch lieber eine Woche lang täglich ein paar Seiten in einem Buch lesen?

Was sind eure Challenges? Heute ist DIE Gelegenheit, euch eine (oder mehrere) kleine positive Challenge für´ neue Jahr vorzunehmen!

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 22: "Neues probieren"

Wir Menschen lieben Routine. Aus gutem Grund: Routine sorgt dafür, dass unser Körper übernimmt, dass wir Dinge automatisch tun und somit Aufregung, Entscheidungsfindung und Stress reduzieren.
Das ist super so, das brauchen wir.

Wenn wir es übertreiben und nichts neues mehr in unser Leben lassen, kann es aber langweilig und eintönig werden. Wir hängen dann fest und der Elan, etwas zu ändern, nimmt immer mehr ab.

Also ist die Aufgabe für heute: Neues probieren!

Was genau du neu ausprobierst, liegt ganz an dir und deinen Bedürfnissen.
Ein Buch eines fremden Genres?
Einen Film, den du normalerweise nicht gucken würdest?
Ein neues Gericht oder ein neues Getränk?
Ein neuer Club oder ein neues Restaurant?
Ein neuer (Bett-)Partner?
Eine neue Sichtweise?
Ein neues Hobby?
...

Was auch immer es ist, ich bin gespannt, was du berichtest!

Mittwoch, 21. Dezember 2016

#monthlyfavourites - Dezember-Lieblinge



Es ist wieder Zeit für die Lieblinge des aktuellen Monats - die #monthlyfavourites im Dezember!



Zum Arbeiten

Vor einer Woche fand mein Objekttheater-Workshop statt. Zur Inspiration habe ich vorher wieder das kleine Büchlein zum Thema von Gyula Molnàr in die Hand genommen, das ebenfalls "Objekttheater" heißt.
Als Startobjekt nutze ich in Workshops zu dem Thema am liebsten simple weiße Servietten. Sie sind sehr wandelbar, bieten viel Raum zur Interaktion und lassen sich toll bewegen.


Zum Aufhübschen

Ich bin ein großer Fan der Jahreszeiten und habe immer passend zur jeweiligen Jahreszeit bestimmte Vorlieben. Jetzt zum Ende des Herbstes, mitten in der Weihnachtszeit darf es auch im Beautybereich gern weihnachtlich werden.
Bei Yves Rocher habe ich diese lecker duftende Handcreme (Birne & Kakao) im weihnachtlichen Design entdeckt, und dazu passend den Lipbalm mit dem Duft von Clementinen und Gewürzen.
Zusätzlich habe ich gerade bei den ganzen Weihnachtsfeierlichkeiten viel Spaß mit dem roten Schleifen-Ring und den genialen Smalltalk-Buttons von Fonski.


Zum Lesen

Ich bin dabei, in "The Fountainhead" von Ayn Rand weiterzulesen. Deshalb und weil es eines der besten Bücher ever ist, wandert es mal wieder in die Favoriten.


Zum Essen

In diesem Monat steht Tee ganz oben auf meiner Wohlfühl-Liste! Von Kusmi mag ich gern die russisch inspirierten Tees und die Limited Edition "Tsarevna", die ich letztes Jahr noch ergattern konnte, leert sich langsam. Noch leckerer finde ich aber "Prince Wladimir", ein schwarzer Tee mit verschiedenen Gewürzen und Aromen von Bergamotte und Zitrusfrüchten.

Aber das Essen darf natürlich nicht zu kurz kommen und deshalb hier eine kleine Restaurant-Empfehlung:
Mit meinem neuen Gruppendrang-Kurs waren wir zum Weihnachtsessen bei "Georgios" in Berlin-Wilmersdorf, einem guten griechischen Restaurant mit sehr nettem Service und wirklich leckerem Essen (auch die Vorspeisenplatte ist super!).


Zum Stöbern

Adrian Kubitsch, der auch den Selbstbewusstsein Online Kongress organisiert hatte, hat einen hilfreichen Blogpost über´s Überwinden von Ängsten geschrieben:
http://authentisch-selbstbewusst.de/aengste-ueberwinden/
Und wenn ihr Adventskalender mögt, dann schaut doch mal in meinen Blog-Kalender rein, da gibt es jetzt viel nachzulesen:
http://theaterberlin.blogspot.de/2016/11/adventskalender-2016-24-kleine.html


Zum Hören

Nachdem ich vor zwei Jahren im Winter ausgiebig "Anna Karenina" gelauscht habe, ist diesen Winter "Krieg und Frieden" dran, als Hörbuch-Version, gelesen von Ulrich Noethen. Mit einer Dauer von etwa 66 Stunden werde ich wohl eine ganze Weile etwas zum Hören haben ...


Zum Anschauen

In der Vorweihnachtszeit werde ich noch mehr Kind als ich es sowieso schon bin. Und dann steht immer einer meiner Lieblings-Kästner-Filme auf dem Programm: "Das fliegende Klassenzimmer". Dann weine ich immer, wenn "der Justus" und "der Nichtraucher" sich wiedertreffen und freue mich darüber, wie liebevoll der Film gemacht ist. Hier der Anfang des Films, mit Erich Kästner als Erzähler:




Eine weitere Tradition ist der Kinobesuch an Heiligabend. Da es aber immer schwieriger wird, genau an dem Tag den gewünschten Film in Originalversion OHNE 3D im Kino zu sehen, war der Kinobesuch dieses Jahr früher. Wir haben natürlich "Rogue One" gesehen. Toll!




Am Samstag waren wir ebenfalls im Kino und schauten "The Arrival", ein wirklich schöner, ruhiger und sehr intensiver Film. Besonders interessant für Linguisten, für Fans von Zeitkonstrukten und jeden, dem Menschlichkeit wichtig ist. Es geht um das Fremde und die Kommunikation mit dem Fremden. Also ein hochaktuelles Thema:




Serientipps dürfen natürlich auch in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen.
Aktuell schaue ich grade einmal wöchentlich auf BBC "Close to the Enemy":




Eine weitere Serie hat es sofort mit einem Riesensprung in meine absolute Favoritenliste geschafft: "Dirk Gentlys Holistic Detectice Agency"!
Warum? Weil sie eine tolle Regie mit viel Liebe zum Detail und der Körperlichkeit der Figuren hat, weil mein Teenie-Schwarm Elijah Wood mitspielt und weil die Serie sehr witzig ist - was auch an der Vorlage von Douglas Adams liegen kann.





Das waren die Favoriten im Dezember.

Und so sieht´s aus, wenn die Katze durch´s Bild latscht:


Adventskalender 2016 - Tag 21: "Menschen beobachten"

Ich liebe es, mein Umfeld genau zu betrachten. Wenn ich in Bus und Bahn unterwegs bin, wenn ich die Straße entlanglaufe oder im Café sitze, wenn ich ins Theater, Kino oder in eine Ausstellung gehe, wenn ich auf einer Familienfeier oder auf einer Party bin - immer beobachte ich die Menschen um mich herum.

Es ist spannend, sich Biografien zu den Personen zu überlegen (das geht übrigens zu zweit auch sehr gut!), Gesprächen zu lauschen und zu erahnen, welche Beziehung diejenigen zueinander haben.
Statusspiele lassen sich ebenfalls fantastisch beobachten.

Die Bewegungen, die Stimmen, das Lachen, Mimik und Gestik können auch tolle Inspiration für neue Rollen sein! In meinen Workshops oder bei Proben schicke ich manchmal meine Teilnehmer nach draußen, um andere zu beobachten, als Ausgangspunkt für einen neuen Charakter, der aus diesen Fragmenten kreiert wird.

Zusätzlich schult das Beobachten den Geist und macht uns empfänglich für Feinheiten in der menschlichen Kommunikation.

Aufgabe für heute: Geh raus und beobachte Menschen!

Dienstag, 20. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 20: "Bewegung"

Es ist Zeit für Bewegung!

Im Winter neigen wir dazu, besonders viel rumzusitzen (oder zu liegen) und Bewegung ist da eher Mangelware. Ich bin da ein besonders gutes Beispiel, bin ich doch generell oft bewegungsfaul.

Aber heute ist Bewegung dran, in welcher Form auch immer. Entweder ein Sport oder Arbeiten im Stehen oder Gehen, ein Spaziergang an der frischen Luft, das Bad putzen oder zu Hause aufräumen ... irgendetwas findet sich ganz sicher!

Also hopp, los geht´s!

Montag, 19. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 19: "Postkarte schreiben"


Schreibst du eigentlich noch Postkarten und/oder Briefe?

Heute ist DER Tag, um mal wieder eine (oder mehrere!) zu verschicken. An nette Freunde, an die Verwandtschaft, an den heimlichen Schwarm.:)


Ich bin ja großer Fan von Postkarten! Nicht von Ansichtskarten aus dem Urlaub, sondern von bunten Karten mit lustigen Sprüchen, tollen Fotografien oder coolen Illustrationen.
Diese Karten finden sich sowohl in kleinen, netten Schreibwaren- oder Buchläden, als auch in Cafés und Kneipen.

Seit Teeniezeiten sammle ich tolle Postkarten sobald ich irgendwo welche finde. In einem Karton sind sie alle gestapelt und je nach Anlass findet sich immer etwas, das zur jeweiligen Person passt.

In meiner Küche gibt es auch stets eine Wand oder einen Wandabschnitt, der komplett mit Postkarten beklebt ist. So habe ich zu Hause immer ein bißchen Berliner Café-Feeling mit einem Schuss WG-Atmosphäre.


Das tolle an Postkartengrüßen ist: der Empfänger freut sich sehr über einen handgeschriebenen Gruß und sie sind schneller geschrieben und günstiger als ein Brief.

Also los: Postkarte raussuchen, beschreiben, abschicken!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 18: "Rausgehen"


Ich weiß, es ist kalt draußen. Aber dennoch tut es gut, jeden Tag ein bißchen rauszugehen.
Im Winter mangelt es uns oft an Vitamin D. Wir sollten also Tageslicht aufsaugen solange es möglich ist. Da es nur wenige Stunden lang hell ist, bietet sich optimalerweise ein Mittagsspaziergang an.
Es muss ja nur eine kleine Runde um den Block sein, ein Gang zum Bäcker oder ein kurzer Ausflug in den nächstgelegenen Park.

Aber auch wenn es dunkel ist, kann ein Spaziergang sehr schön sein - vorausgesetzt wir sind warm genug angezogen.

In Berlin sind in der Vorweihnachtszeit der Kudamm und Unter den Linden wunderbar beleuchtet und bieten sich in den Abendstunden toll zum Flanieren und Schaufensterbummeln an.
Netter Nebeneffekt: es tritt gleich ein bißchen mehr Weihnachtsstimmung auf.

Wenn ihr ungern allein spazieren geht, aber niemanden habt, der euch begleitet, sind die Tipps von den Tagen 2 und 10 passend: mit einem Hörbuch oder eurem persönlichen Weihnachtssoundtrack auf den Ohren ist so ein Spaziergang gar nicht mehr langweilig!

Samstag, 17. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 17: "Serie gucken"


Du bist nicht so der Serienmensch? Warte ab, bis du mal Blut geleckt hast!

Filme geben uns für etwa 90-120 Minuten die Möglichkeit, einen Einblick in eine andere Welt zu werfen. Wir dürfen eine Geschichte begleiten und werden vielleicht auch emotional bewegt.
Filme sind super! Besonders im Kino, mit der Dunkelheit, der riesigen Leinwand, der totalen Konzentration auf den Film.

Aber Serien haben ihre ganz eigenen Vorteile:

  • Zeit! Serien haben Zeit für Charakterentwicklung. Sie können sich ausführlich mit den Figuren beschäftigen, ihre Gefühle beleuchten und ihre Handlungsweisen erklären. Wir sehen im Laufe einer oder mehrerer Staffeln, wie sich die Figuren durch Erlebnisse und Erfahrungen verändern.
  • Emotionale Bindung! Dadurch, dass eine Serie uns über einen längeren Zeitpunkt begleitet als ein Film, wachsen uns die Figuren noch mehr ans Herz. Wir beginnen, emotionale Bindungen zu den Figuren aufzubauen. Wir leiden und freuen uns mit ihnen, wir schwärmen für sie oder wir werden immer genervter. Manche Figuren wachsen uns so ans Herz, das ein Abschied unglaublich schwer ist.
    Diese harten Abschiede sind bei mir sehr tränenreich, z.B. nach 5 Staffeln Babylon 5, aber auch am Ende eines jeden Doctor-Who-Cycles.

  • Spannung! Eine gut gemachte Serie schafft es, die Spannung über viele Folgen aufrecht zu erhalten. Was leider häufig zu Binge-Watching führt. Aber das macht sehr viel Spaß!
  • Gemütlichkeit! Serien gewinnen durch das Zuhause-Gucken. Sie können zu einem Ritual für sich selbst, mit dem Partner oder mit Freunden werden. Begleitet durch Tee und Kekse, mal beim Frühstück im Bett, mal während des Mittagessens sind sie eine kleine Luxus-Auszeit, die man sich immer wieder gönnen kann.
  • Insider und Gesprächsstoff! Wer Serien guckt, kann sich immer mit anderen Serienguckern austauschen. Und sobald wir merken, dass jemand die gleichen Serien mag wie wir, sammelt derjenige sofort haufenweise Pluspunkte bei uns. Gemeinsam kann man dann über Insider lachen, über bekannte Zitate und sich gegenseitig passende Links zuschicken.
  • Fandom & Fanart! Eine Serie inspiriert und unterhält enorm. Es entstehen sehr schnell Fandoms, die teilweise vor Kreativität übersprudeln. Und schon findet sich im Internet unzählige Fanart, Fanfiction und lustige Memes. Weil man selbst so verwachsen mit der Serie ist, hat man so eine nette Beschäftigung für Momente, in denen man auf eine neue Staffel wartet. Und man kann - wenn man der Typ dafür ist - mit passenden Accessoires oder Kleidung seine Liebe zu einer oder mehreren Serien zeigen.
Es führt also kein Weg mehr am Seriengucken vorbei!
Fündig werdet ihr auf Netflix und AmazonPrime, auch bei Youtube gibt es manchmal einzelne Folgen oder sogar ganze Staffeln von Serien.
Und natürlich gibt es sie auch in der Videothek eures Vertrauens auf DVD und BluRay.

Hier als Inspiration ein paar (!!!) meiner Lieblingsserien der letzten Jahre:

Doctor Who

Babylon 5

Life on Mars --> eine BBC-Serie, extra ohne Link, da man den Inhalt nicht vorher wissen sollte - Spoiler!!!

Ashes to Ashes (Fortsetzung zu "Life on Mars")

Sense8

Rita

Die Brücke

Mad Men

Suits

Sherlock


Und meine neueste Entdeckung: Dirk Gently! Gibt´ auf Netflix.

Also, los geht´s! Schaut heute eine erste Folge einer (neuen) Serie oder zumindest einen Trailer auf Youtube!

Freitag, 16. Dezember 2016

Mitgefühl - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der dreiunddreißigste Wert ist:

MITGEFÜHL


Wikipedia sagt ... mal wieder nix. Aber das Yoga-Wiki hat eine ganz brauchbare Definition:
Mitgefühl bedeutet, sich in andere Menschen hinein zu versetzen und auch in tätiger Nächstenliebe und Unterstützung, Wohltätigkeit mit zu fühlen. [...] Im Deutschen wird gerne unterschieden zwischen Mitleid und Mitgefühl. [...]
Mitgefühl ist die Fähigkeit, mit einem anderen Menschen zu fühlen, ohne ganz in das Leid des anderen mit hineingezogen zu werden.[...](http://wiki.yoga-vidya.de/Mitgefühl)

Das war klar: pünktlich zur Weihnachtszeit und bei all den Geschehnissen auf dieser Welt steht auf der Werte-Liste der Wert "Mitgefühl".
Und ich ertappe mich dabei, wie ich genervt aufstöhne, mich zu meinem Mann umdrehe und jammere, dass ich keine Lust habe, etwas über Mitgefühl zu schreiben.

Warum habe ich keine Lust? Ganz einfach, weil mein erster Gedanke ist, dass ich schlecht bin in Mitgefühl. Beim Googlen nach einer Definition stieß ich dann auf diesen Artikel:

http://www.zeit.de/2015/49/psychologie-empathie-terror-mitgefuehl-interview

Interessant finde ich, wie hier zwischen Empathie und Mitgefühl unterschieden wird. Mitgefühl wird mit mehr Distanz gleichgesetzt, während Empathie eine rein emotionale Fähigkeit ist. Dadurch können durch Empathie eher falsche Entscheidungen getroffen werden. Die Definition ist ungewohnt und ich weiß nicht, ob ich damit einhergehe. Aber die Begründungen sind in sich logisch.

Auf jeden Fall hat Mitgefühl für mich etwas mit Nächstenliebe zu tun. Und sowohl im verlinkten Artikel als auch in der obigen Definition ist es mit einer Handlung verbunden, mit einer Hilfestellung.

Ich denke, ich habe die Fähigkeit zum Mitgefühl. Ich habe auch die Fähigkeit zur Empathie. Dennoch beschränkt sich bei mir dieses Mitgefühl und das damit verbundene Helfen-Wollen sehr stark auf mein persönliches Umfeld. Im Artikel wird gesagt, dass wir eher Menschen helfen, die uns ähneln. Das kann ich für mich sehr deutlich bestätigen. Ich bin gerne hilfsbereit - bei Menschen, die ich sehr mag, mit denen ich eng befreundet bin. Das ist so. Manche, die mehr und ein umfassenderes Mitgefühl haben, werden das schrecklich finden. Aber das ist ja das Gute an Lebewesen: wir sind verschieden.

Meine Art der Hilfestellung und des Mitgefühls ist die Unterhaltung. Die Freude, das Lachen und die Gedankenanregung. Die Fantasie.
Ich bin nicht Ärztin, nicht Krankenschwester, nicht Sozialarbeiterin, nicht Friedenshelferin, nicht Politikerin.
Aber ich habe das Theater. Und damit helfe ich - in anderer Form.

Ein wunderbares Zitat dazu habe ich von Hermann Hesse gefunden:

Foto: "Republik Vineta", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel

Adventskalender 2016 - Tag 16: "Etwas erschaffen"


Heute ist DER Tag für deine Schaffenslust! Tue etwas mit deinem Geist und deinen Händen!

Ob ein Gedicht, Weihnachtsplätzchen, ein Bild, eine Zeichnung, ein Foto, ein Ankündigungstext, eine Grußkarte, ein Song, ein neues Gericht, ein Schmuckstück, ein Wohnaccessoires, eine Mütze oder einen Schal, ein Blumengesteck oder Baumschmuck ... deiner Fantasie und Schaffenskraft sind keine Grenzen gesetzt!

Da ich ein großer Bastelfan bin, wird auch ein Teil meiner Weihnachtsgeschenke selbstgemacht sein. Ich koche Sirups und Chutneys, backe Plätzchen und Kuchen, stricke Stulpen und besticke Shirts.

Wenn du dich handwerklich etwas schulen willst, empfehle ich Youtube-Videos. Ob Stricken, Häkeln, Holzarbeiten oder Basteln - es gibt zu jedem Thema gute (und auch schlechte ;) ) Erklärvideos. Einfach mal stöbern.

Für Inspirationen gehe ich gern auf Pinterest. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir dort folgen, hier findet ihr meine Pinnwände:
https://de.pinterest.com/sbansemer/

Vielleicht hast du aber auch mehr Lust, bei der Arbeit etwas neues zu erschaffen. Dann ist heute der Tag für eine Brainstorming-Runde. Hier ein paar Gedankenanregungen:
  • Welche neuen Projekte würdest du im nächsten Jahr gern angehen?
  • Wie kann man deinen Bereich mit anderen kombinieren?
  • Gibt es Menschen, mit denen du gern zusammenarbeiten möchtest? Melde dich bei ihnen!
  • Wer ist für dich ein Vorbild? Wer inspiriert dich?
  • Wie wäre es mit einer "work uniform", um dir die morgendliche Outfitauswahl zu erleichtern?
  • Hast du schon einen Kalender für 2016? Wäre "Ein guter Plan" etwas für dich? Oder Bullet Journaling?
  • Wo und wie könntest du mehr netzwerken? Wie wäre es denn mit der Teilnahme an einem Barcamp?
  • Wie wäre es mit dem Start eines Blogs? 

Was auch immer du auswählst - ich wünsche dir frohes Schaffen!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 15: "Danke sagen"


Wie wäre es heute mit einem Dankeschön?

Ein Danke an jemanden, der euch in diesem Jahr geholfen oder unterstützt hat. Ein Danke an jemanden oder etwas, der oder das euch inspiriert hat.
Es dürfen auch gern mehrere Dankeschöns sein!

Ich habe meine mal hier zusammengetragen:

1. Danke an meinen Mann für die extrem schöne Zeit, die wir stets miteinander verbringen. Danke für die Unterstützung und den vielen Trost bei allem, was dieses Jahr passierte.

2. Danke an meine Freundin Carmen für alle gemeinsamen Stunden, für deine Offenheit und den Spaß, den wir hatten. Stunning! I love you.

3. Danke an Die Genossenschaft für die lustigsten und beklopptesten Proben und Auftritte, die man sich denken kann. Für den dreckigen Humor, das leckere Essen, die absurden Einfälle und die wunderbare Freundschaft.

5. Danke an Katzi, dass du alles so tapfer ertragen hast. Du bist die beste Katze der Welt!

4. Danke an alle neuen Geschäftskontakte, die ich dieses Jahr getroffen habe und näher kennenlernen, mich austauschen und neue Pläne schmieden durfte - besonders an Bettina Scheer und Norman Gräter, an Jan Theofel, an Ulrike Fiedler, Lydia Krüger, Johanna Madrasch und Michael Weyl.

5. Danke an Netflix, BBC und alle anderen Serienproduzenten! You made my year! So viele Serien und Shows habe ich gesehen - und dadurch so viele Inspirationen getankt!
Narcos, The Crown, Stranger Things, Mad Men, Call the Midwife, Babylon 5, The Paradise, Die Brücke, River, The Night Manager, The Great British Sewing Bee, The Great British Bake Off, Bake Off Creme de la Creme, RuPauls Drag Race, Class ... alle großartig!

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 14: "Aussehen ändern"


Heute treten wir mal einen Mini-Schritt aus der eigenen Komfortzone.

Änder etwas an deinem Äußeren!

Gibt es ein Kleidungsstück, ein Schmuckstück oder ein Accessoire, das du gekauft hast, dich aber nie traust, es anzuziehen? Denn es ist dir plötzlich zu auffällig / zu schrill / zu ...
Genau DAS darf heute mal getragen werden! Das arme Teil langweilt sich in deinem Kleiderschrank. Führe es aus!

Vielleicht trägst du die Haare immer offen. Heute ist es Zeit für einen Zopf! Oder umgekehrt.
Trägst du den Scheitel immer links? Dann heute mal rechts oder in der Mitte.

Oder gehst du ungeschminkt nie aus dem Haus? Dann sei heute mutig und trage nichts auf deinem Gesicht.

Heute ist Zeit für eine kleine oder große Veränderung! Ich bin gespannt, wie es sich anfühlt.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 13: "Tanzen"


Ich finde ja, wir tanzen grundsätzlich viel zu wenig.

Deshalb drehe heute die Musik auf und TANZE! Einfach so, nur einen Song lang, mehr muss es nicht sein. Egal ob zu Hause im Wohnzimmer, in der Dusche, auf Arbeit in der Kaffeeküche oder nachts auf der Straße, wenn du auf dem Heimweg bist (mein Favorit!).

Es geht nicht um Schönheit, sondern um die Freude an der Bewegung und der Musik. Let´s dance!

Passend dazu mal ein 80er-Knaller zum Starten:

Montag, 12. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 12: "Zeit verschenken"


Aufgabe des ersten Tages war es, dir selbst mehr Zeit zu verschaffen. Was hältst du davon, auch noch ein bißchen Zeit zu verschenken?
Und zwar einfach in Form eines Gutscheins für eine schöne Unternehmung.

Gibt es jemanden aus deiner Familie oder im Freundeskreis, mit dem du besonders gern Zeit verbringst? Oder jemanden, mit dem du gern mal wieder Zeit verbringen würdest?
Dann überlege dir, welche Unternehmung der Person besonders viel Freude bereiten würde und bereite einen Gutschein vor.
Am besten heute, dann kannst du schon mal ein Geschenk auf der Geschenke-Liste abhaken.

Hier ein paar Ideen:

- gemeinsamer Kochabend
- Frühstück im Café
- Bowling / Kegeln / Billard/ ...
- Kneipentour
- Kino
- Theater
- Restaurantbesuch
- Clubbing
- Cocktailbar
- Ausstellung / Museum / Galerie / ...
- Klettern / Hochseilgarten / ...
- Bastelnachmittag
- Kuchenbacken
- Fotoshooting (gegenseitig?)
- Netflix-Session mit Pizza
- Hilfe am Computer

... und noch vieles mehr!

Sonntag, 11. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 11: "Ein Bad nehmen"


Ich bade dauernd. Ständig. Außer es ist draußen über 25 Grad Celsius - dann schwenke ich langsam auf´s Duschen um.
Deshalb ist eine Badewanne bei mir auch Bedingung bei der Wohnungssuche.

Verfügst auch du über das Glück, eine Badewanne zu haben UND gern zu baden, dann ist heute dein Tag: es ist Zeit, ein schönes Bad zu nehmen!
Vielleicht machst du dir zusätzlich noch ein paar Kerzen an und nimmst dir ein schönes Buch oder Magazin zum Lesen mit in die Badewanne?

Solltest du keine Wanne haben und das Baden vermissen, frage doch mal, ob du bei Freunden ein Bad nehmen darfst. Eine Alternative sind auch Thermen und Schwimmbäder mit warmen (Sprudel-)Becken.

Und jetzt: husch, husch ins warme Wasser!



Samstag, 10. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 10: "Weihnachtslied"


Ich weiß, kaum sind wir draußen unterwegs, werden wir im Moment mit Weihnachtsmusik aller Art beschallt. Und besonders viel mit "Last Christmas".

Aber es gibt doch garantiert mindestens ein Weihnachtslied, das du magst, oder?

Zeit für ein bißchen Weihnachtsstimmung durch Musik ... und zwar durch welche, die uns WIRKLICH gefällt.

Ich habe mal drei meiner Lieblinge rausgesucht. Ja, es sind definitiv Nervkandidaten dabei, aber ich liebe sie! Ich mag eigentlich lieber Lieder, die keine christlichen/religiösen Inhalte haben, aber ab und an muss ich auch Ausnahmen machen - "Hark, the Herald Angels sing" ist einfach zu schön!



Freitag, 9. Dezember 2016

Leidenschaft - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der zweiunddreißigste Wert ist:

LEIDENSCHAFT


Wikipedia sagt:
Leidenschaft (gesteigert, aber als Begriff abkommend: Inbrunst) ist eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion. Sie umfasst Formen der Liebe und des Hasses, wird aber auch für religiösen, moralischen oder politischen Enthusiasmus benutzt und beschreibt die intensive Verfolgung von Zielen von beispielsweise Kunstliebhabern, Sammlern oder von Tierfreunden. Im ursprünglichen Sinn schwingt der Beilaut von etwas Zerstörerischem oder Leiden Schaffendem mit. Im heutigen Alltagssprachgebrauch hat der Begriff diese Konnotation eher selten; 'Leidenschaft' wird oft wertfrei oder positiv konnotiert (siehe auch Liebesbeziehung).
(https://de.wikipedia.org/wiki/Leidenschaft)

Leidenschaft ist ein Wort, dass ich in letzter Zeit sehr oft gehört habe, besonders in Verbindung mit Beruf und Selbstverwirklichung.
Immer wieder höre ich, man soll DIE eine Leidenschaft finden, das wofür man brennt. Und das ist dann quasi der heilige Gral, der Beruf, bei dem man jeden Tag jubilierend um 5 aus dem Bett springt und ihn bis mindestens 24 Uhr freudestrahlend voller Eifer ausübt.

Es gibt natürlich viele Menschen, die sich wirklich komplett für eine Sache begeistern und diese rund um die Uhr machen können. Das finde ich großartig!
Es gibt aber auch andere - so wie mich -, die sich schnell langweilen, wenn die Tätigkeiten von Tag zu Tag zu ähnlich sind. Das ist oft nervig, weil man sich ständig etwas neues überlegen muss, was man machen möchte. Und weil man auch ständig andere so dafür begeistern muss, dass sie einem dafür auch noch Geld geben wollen.

In beiden Fällen ist einer der Schlüssel die Leidenschaft. Denn Leidenschaft kann, aber muss sich nicht auf eine Sache fokussieren. Leidenschaft kann auch weiter gefasst sein. Es kann die Begeisterung für Neues sein, die Begeisterung für Verknüpfungen, für Unterhaltung, für Handwerkliches ... oder einfach für Menschen.
Leidenschaft ist der Funke, der aus einem Ding ein Wunderding macht. Aus einem Menschen einen Partner. Und aus einem Job einen Traumjob.
Dieser Funke wird durch etwas geweckt, was wir mögen, was wir können und was uns Freude bereitet. Etwas, das unsere positiven Eigenschaften herauskitzelt, das uns strahlen lässt. Etwas, bei dem andere sagen: "Das ist genau dein Ding."
Und es ist lustigerweise oft etwas, von dem wir gar nicht wissen, dass wir es so gut können, weil es für uns eine Selbstverständlichkeit ist. Weil es etwas ist, von dem wir ausgehen, dass jeder es kann, dass es nichts Besonderes ist.
Doch das ist es. Es kann nicht jeder. Wir - mit unserer Geschichte, mit unseren Erfahrungen, mit unseren Talenten - können es aber. Und wenn wir uns dessen bewusst sind und uns stärker mit genau diesen Dingen beschäftigen, entsteht die Leidenschaft.

Ich bin ja auch ein großer Freund der Vernunft. Rationalität und Pragmatismus sind meine Freunde. Sachbezogenheit rulez und wenn gemeinsam praktisch an etwas gearbeitet wird, bin ich glücklich.

Aber eine Welt, die nur vernünftig ist, wäre schrecklich langweilig. Sie wäre trocken. Und überhaupt nicht überraschend.

Die Vernunft hilft, einen Fokus zu setzen.
Aber Vernunft ist nicht Freude, ist nicht Schrecken, ist nicht Begeisterung und nicht Traurigkeit. Vernunft ist emotionslos. Und ohne Emotionen ist die Welt eine depressive Welt.



Wir brauchen eben die Leidenschaft. Leidenschaft macht uns lebendig!


Ich schließe mich da ganz Herrn Chamfort an:

Foto: "Ernst", Theatergruppe Vorspiel: https://www.facebook.com/TheatergruppeVorspiel

Adventskalender 2016 - Tag 9: "Theaterbesuch"


Heute geht es ins Theater! Zumindest wäre das das Optimum. Schau doch mal, ob du noch Karten an der Abendkasse bekommst. Hier eine kleine Auswahl von Stücken, die heute in Berlin laufen:

Maxim Gorki Theater - "Get lost in November"
http://www.gorki.de/de/get-lost-in-november/2016-12-09-2000

Deutsches Theater - "Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren"
https://www.deutschestheater.de/programm/spielplan/ich-wuchs-auf-einem-schrottplatz-auf/1403/
sowie "Der Mensch erscheint im Holozän"
https://www.deutschestheater.de/programm/spielplan/der_mensch_erscheint_im_holozaen/1405/

Schaubühne - "Fear"
http://www.schaubuehne.de/de/produktionen/fear.html/ID_Vorstellung=2128


Theater Verlängertes Wohnzimmer - "Es war die Lerche"
http://www.theater-verlaengertes-wohnzimmer.de/blog/Veranstaltung/es-war-die-lerche/?instance_id=2305

Schaubude - "Working Society"
http://www.schaubude-berlin.de/index.php?id=2377


Alternativ kannst du auch einfach heute Theaterkarten für einen anderen Tag kaufen/reservieren. Schau mal durch die aktuellen Spielpläne und such dir etwas aus, was dich anspricht.
Von Januar bis Mai spielen auch meine Gruppen wieder, hier findet du alle Termine:
http://sarah-bansemer.de/aktuelles/termine

Wenn du nicht allein gehen willst, kaufe doch eine zweite Karte dazu und verschenke sie zu Weihnachten.

Du magst Theater nicht? Vielleicht ist es ja nur eine bestimmte Form von Theater, die du nicht magst. Hast du es schon mit Amateurtheater probiert? Figurentheater? Tanztheater?

Wenn es kein Theaterbesuch sein soll, geht natürlich auch Oper, Ballett, Musical, Comedy oder Konzert.

Hauptsache, es ist ein kulturelles Event, für das du vor die Tür gehen musst.
Vielleicht sogar in Abendgarderobe?




Donnerstag, 8. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 8: "Lachen"


Wann hast du das letzte Mal so richtig gelacht?
Heute? Perfekt!
Wenn nicht, ist es mal wieder Zeit, einmal am Tag sollte das schon sein. Immerhin hält Lachen uns gesund und stärkt das Immunsystem. Perfekt also in der Erkältungszeit. Und wer will in der Adventszeit schon krank sein?!

Such dir etwas raus, was dich immer zum Lachen bringt. Ich glaube, jeder hat ein bestimmtes Buch, einen Schauspieler, einen Film, einen Youtube-Clip oder ein GIF, bei dem er jedes Mal lachen muss. Also her damit!

Bei mir sind es bestimmte Szenen aus den "Ace Ventura"-Filmen mit Jim Carrey sowie das Buch "Der weiße Neger Wumbaba" von Axel Hacke.






Mittwoch, 7. Dezember 2016

Recap/Preview #3


Das Jahr nähert sich seinem Ende und es ist mal wieder Zeit für einen Recap/Preview-Post!

Das Offensichtliche ist meist die beste Lösung!
Und deshalb hat unser Hörspiel-Theater-Quartett auch den Namen bekommen, den wir sowieso die ganze Zeit schon intern benutzt haben: Die Genossenschaft.
Das haben wir gleich öffentlich gemacht, mit Facebookseite, öffentlichem Liebesbrief und allem Pipapo. Das Jahr werden wir mit einem Weihnachtsdinner abschließen und uns dann an die Planung für´s nächste Jahr machen. Welches Stück oder welche Stücke die nächsten sein werden, entscheiden wir noch. Auf jeden Fall freue ich mich auf alle nächsten Projekte, die mit dieser Irrsinns-Gruppe entstehen!


#24challenges
Wie versprochen ist dieses Jahr wieder ein Blog-Adventskalender am Start! Jeden Tag poste ich eine kleine Challenge, die euch die Weihnachtszeit ein bißchen schöner und entspannter machen soll. Seid dabei!


Networking at its best!
In meinem Artikel über Networking habe ich schon vom Barcamp-Format berichtet. Das absolute Highlight fand im November statt, das LifeWorkCamp in Berlin. Tolle Organisation, tolle Menschen, tolle Themen!
Es gibt natürlich einen Rückblick auf das Camp und im September nächsten Jahres findet es wieder statt. Yes!


Wenn Objekte lebendig werden ...
... dann bin ich jedes Mal wieder verzaubert. Damit auch ihr den Zauber erleben könnt, biete ich bei der LAG Spiel und Theater am 14. Dezember einen Workshop zum Thema Objekt-Theater an. Ich freue mich sehr auf den Abend und auf all die Objekte, die uns etwas vorspielen werden.
Es braucht keinerlei Vorerfahrung, nur Lust auf Neues und Spaß am Ausprobieren. Ihr müsst noch nicht einmal selbst im Rampenlicht stehen - die Objekte tun das für euch!


Vorsatz für´s nächste Jahr: Überleben im Job!
Dafür gibt es ab Februar eine neue Workshopreihe, zusammen mit der Kommunikationsberaterin Lydia Krüger vom Fonski-Verlag, die auch den sehr coolen Blog "Büronymus" betreibt.
In unserem ersten Workshop am 25. Februar 2017 werden wir uns dem Thema "Konflikte" widmen und mit Hilfe vieler Improübungen herausfinden, wie wir Konfliktpotential frühzeitig erkennen und Konflikten entgegen wirken können. Na wenn das nix ist! Alle Infos findet ihr hier:
http://sarah-bansemer.de/ueberlebenimjob


Winter ist Aufführungszeit
Meine Gruppen sind wild am Proben. Für die Spielschauer, die ich regelmäßig coache, ist es schon im Januar so weit: ihre White-Dinner-Komödie "Gerüchte, Gerüchte" kommt auf die Bühne. Es wird sehr witzig und absolut sehenswert!
Im Februar sind dann die Vorspieler an der Reihe mit dem trashigen "Dreams Inc.". Wenn ihr eine abgefahrene Firma sehen wollt, die anderen Menschen alle Wünsche erfüllt, seid ihr dort genau richtig!

Adventskalender 2016 - Tag 7: "Freunde treffen"


"Aber Sarah, du hast gesagt, ich soll Termine streichen! Und dass ich meine Freunde auch im nächsten Jahr treffen kann!"

Ja genau, gut aufgepasst!
Ich verlange auch nicht, dass du HEUTE Freunde triffst. Die Aufgabe ist, zu überlegen, wen du schon lange nicht mehr gesehen hast.

Gibt es Freunde, die du vermisst? Mit denen es schön wäre, mal wieder ein Treffen zu vereinbaren? Wenn ihr beide heute spontan Zeit und Lust habt, macht es euch doch heute schön.
Falls nicht, macht gemeinsam ein Treffen in der nahen Zukunft aus, gern auch im neuen Jahr ... denn das ist ja schon sehr bald.

Mit Freunden per Facebook oder WhatsApp chatten ist toll und lässt uns am Leben des anderen teilhaben. Aber Zeit miteinander verbringen zu können und den anderen dabei direkt vor sich zu haben, ihn berühren zu können - das ist noch einmal etwas anderes und absolut wunderbares!




Dienstag, 6. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 6: "Lieblingsessen"


Es ist Nikolaustag, Zeit dich selbst ein bißchen zu verwöhnen!

Und was wär da besser geeignet als dein persönliches Lieblingsessen?
... naja, oder zumindest eines von vielen Lieblingsessen.

Ist es etwas, was du gern im Restaurant bestellst? Pizza vom Lieferdienst? Ein McDonalds-Menü? Drei Gänge beim Edel-Italiener? Hausmannskost? Ein leckerer Kuchen vom Bäcker? Etwas selbstgekochtes?

Was auch immer es ist: heute ist mal wieder Gelegenheit, es auf den Speiseplan zu packen.

Sollte es etwas sein, was deine Mutter/deine Freundin/dein Opa immer für dich kocht, ruf an und frage wie es zubereitet wird. Oder google danach.
Wenn es dein Lieblingsessen ist, wird es Zeit, es selbst kochen zu lernen.

Guten Appetit!

P.S.: Bei mir wird es heut Flammkuchen geben. Mjam!


Montag, 5. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 5: "Kompliment machen"


Heute ist DER Tag, um jemand anderem ein Kompliment zu machen. Eigentlich ist natürlich jeder Tag dafür passend, aber heute ist es deine Adventskalender-Aufgabe.

Es ist egal, wem du ein Kompliment machst, ob dem Partner, Freunden, Kollegen, einem Familienmitglied, deiner Lieblingsverkäuferin oder einem Fremden.

Das Kompliment muss sich nicht auf das Äußere beziehen, auch ein Lob für bestimmte Eigenschaften oder für den guten Job, den das Gegenüber macht, sind ein schöner Anlass für ein Kompliment.
Hauptsache, es ist ernst gemeint. Gelogene Komplimente sind natürlich witzlos, die zählen nicht.

Wer Lust hat, kann natürlich auch ganz viele Komplimente verteilen. Je mehr, desto besser!


Sonntag, 4. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 4: "Licht am Arbeitsplatz"



Unser Arbeitsplatz ist meist etwas nüchtern, vielleicht sehr chaotisch, vielleicht vollgemüllt, vielleicht aber auch steril.
Weihnachtsstimmung kommt da meist nicht so auf. Das können wir ändern!

Heutige Aufgabe: Mach dir Licht am Arbeitsplatz!

Die Adventszeit ist eine Zeit der Lichter. Die Tage sind kurz, es wird früh dunkel und Lichter geben uns ein wohliges Gefühl.
Mach dir die Arbeit schöner mit einem oder mehreren Lichtern am Arbeitsplatz. Das können Kerzen sein (die LED-Varianten gehen auch, wenn offenes Feuer keine Option ist) oder Lichterketten.

Eine gute Schreibtischlampe mit angenehmem Licht ist natürlich Grundvoraussetzung.


Mit mehr Licht am Arbeitsplatz zieht die Adventsstimmung auch in deine Arbeitswelt ein.


Samstag, 3. Dezember 2016

Adventskalender 2016 - Tag 3: "Silvester-Entscheidung"



Mit Silvester ist es doch immer eine Krux. Viele warten auf DIE Party überhaupt, die geilste, schönste, beste Party aller Zeiten! Die Vorstellung ist toll, und auch ich hoffe jedes Jahr, dass aus dem Nichts die genialste Partyeinladung ins Haus flattert, für eine Party, die ich nie wieder vergessen werde, quasi im Gatsby-Format, mit den tollsten Menschen, der besten Stimmung, der großartigsten Musik und dem leckersten Essen.

Nunja ... die Wahrheit ist: diese Einladung wird vermutlich nie kommen.

Was tun?
Oft halten sich Leute für Silvester gern alle Optionen offen. Da gab es zwar die eine Einladung von Freunden, die sind auch nett, aber man weiß nicht so recht ... vielleicht kommt ja noch was besseres.
Man könnte in einen Club gehen, könnte auch cool sein, aber ob das dann wirklich so ist ... hmm ... unsicher.
Da hatte mal jemand im Bekanntenkreis erwähnt, dass er ne hammermäßige Party machen will, mit allem Drum und Dran, das klingt geil. DA wär man gern dabei. Komischerweise kam noch nichts weiter aus der Richtung ... vielleicht findet die ja auch gar nicht statt ...
Zu Hause mit dem Partner ... oder auch mal ganz allein ... oder mal ausnahmsweise mit der Familie ... oder mit dem besten Freund / der besten Freundin ... hmmm ...

Ist schwierig, ne? Aber seien wir mal ehrlich: es wird nichts besseres kommen. Und wir werden den ganzen Dezember unschlüssig sein, uns fünfmal neu orientieren und dann an Silvester die ganze Zeit denken, dass wir doch eine andere Wahl hätten treffen sollen.

Also lautet die heutige Aufgabe: Entscheide dich! 

Entscheide dich HEUTE, was du an Silvester machen willst. Mach dich frei vom Silvester-Druck und triff eine Entscheidung, mit der du zufrieden leben kannst.
Die Hammer-Party kommt vielleicht nächstes Jahr.
Aber hier und heute entscheide dich für eine Option und bleib dabei.
Alle, die dich gefragt haben, ob du mit ihnen Silvester verbringst, werden es dir danken. Keiner will hingehalten werden und niemand will zweite Wahl sein.

Entscheide dich jetzt und du bist den Rest des Monats viel entspannter.
Nutze die Zeit für Vorfreude und vielleicht Planung dieses Abends. Genieße es, eine Entscheidung getroffen zu haben.


Ich habe mich für ein Silvester zu zweit mit meinem Mann entschieden. Und das wird super!

#killFOMO

Freitag, 2. Dezember 2016

Überlegenheit - Blogreihe #wertekatalog

Es ist Value-Friday und es geht weiter mit der Blogreihe #wertekatalog,

Der einunddreißigste Wert ist:

ÜBERLEGENHEIT


Wikipedia sagt:

... mal wieder nix. Aber dafür lustigerweise das Yogawiki, das ich vorher nicht kannte. Aber man lernt nie aus:
Überlegenheit ist der Zustand, dass etwas oder jemand besser ist als jemand anderes, als etwas anderes.
(Quelle: http://wiki.yoga-vidya.de/%C3%9Cberlegenheit)

Oh, Überlegenheit! Ein Wert, der unmittelbar mit Status zusammenhängt. Also genau das richtige für mich!

Das interessante an Überlegenheit ist, dass sie - je nach Charakter - positiv oder negativ ausgelegt wird. Obwohl eigentlich Überlegenheit an sich ja kein richtiger Wert ist, sondern nur ein Zustand. Es ist ein Zustand, in dem wir uns mal befinden - und mal nicht.
Ein Zustand, den wir aber grundsätzlich immer erstreben, der unser natürliches Verhalten beeinflusst. Wir wollen immer mehr oder besser sein als andere, weil wir dann stärker sind und mehr Macht haben. Wir wollen dominieren, weil wir dann größere Überlebenschancen haben. Die Schwächeren werden aussortiert, die Starken überleben. Das ist die Banalität aller Lebewesen. Und wir gehören dazu.

Dieser Wunsch nach Überlegenheit ist demnach nicht schlecht, sondern gut. Und absolut natürlich. Er sorgt dafür, dass wir Dinge erschaffen, dass wir kreativ sind, dass wir in unserer Entwicklung foranschreiten. Durch die Freude an der Überlegenheit entstehen Innovationen, entsteht Neues und Wertvolles. Wir werden respektiert und ernst genommen. Wir werden vielleicht sogar gefürchtet.

Dennoch KÖNNEN wir natürlich nicht immer überlegen sein. Es ist absolut unmöglich, Überlegenheit rund um die Uhr zu halten.
Wenn wir schlafen, sind uns diejenigen überlegen, die wach sind - denn die können sich im Ernstfall schneller verteidigen. #shithappens

Aus dem Wissen, dass wir nicht immer überlegen sein können, können wir dennoch eine Tugend machen. Und hier kommen wir wieder beim Status an. Denn Status-Verhalten ist unser ganz natürlicher Drang nach Überlegenheit, wenn wir auf ein anderes Lebewesen treffen.
Und so wie bei anderen Tieren ist Überlegenheit auch bei Menschen ein Geben und Nehmen.
Dazu gehört die Unterlegenheit. Die ist jedoch schwach, das mögen wir nicht. Wir wollen nicht schwach sein.
Aber die Schwäche ist nützlich. In Momenten der Schwäche müssen wir nicht stark sein. Wir können Energie schonen, neuen Mut und neue Kraft aufbauen, um später wieder Stärke zu zeigen.
Unterlegenheit gehört dazu. Sie ist ein genauso natürliches Verhalten wie die Überlegenheit. Sie ist nur unbeliebter. Wir wollen keine Opfer sein. Aber wir sind es oft. Und das ist okay.
Wenn wir unterliegen, haben wir die Chance eine Situation zu deeskalieren. Wenn wir unterlegen sind, geht für den anderen keine Gefahr von uns aus. Das ist angenehm und entspannend.

Es kommt wie immer auf die Balance an.
Wir müssen uns die Freiheit nehmen, mal überlegen und mal unterlegen zu sein.
Mal dominant, mal devot.
Nur auf diese Weise sind wir innerlich ausgeglichen und mit uns selbst im Lot.

Also: Überlegenheit rulez! Unterlegenheit genauso!


Dazu ein schönes Sprichwort:

Foto: "Wer zuletzt lacht", Theatergruppe GROBKOST: https://www.facebook.com/grobkost