Mittwoch, 12. März 2014

Die nervigsten Zuschauertypen

Als begeisterte Theatergängerin bin ich oft im Theater, sowohl im Laientheater als auch in der Off-Szene oder bei den großen Bühnen. Und ich bin es gern. Manche Stücke hauen mich um, andere nicht so. Was mich aber zusehends immer mehr nervt, sind die Zuschauer. Und deshalb wird es Zeit für einen Überblick über die unangenehmsten Zuschauertypen.


Der Abonnent
Er ist in der Regel im fortgeschrittenen Alter und ständig im Theater. Immerhin hat er ein Premierenabo, das muss man nutzen. Somit sieht man ihn auch so gut wie nur im "richtigen Theater". Im Off- oder Laientheater wird man ihn nur antreffen, wenn das eigene Enkelkind auftritt. Generell besucht er eine Vorstellung auch immer nur mit dem Lebenspartner, nie allein. Was aber mittlerweile auf den Bühnen gezeigt wird, grenzt ja quasi an eine Frechheit. Früher hat es sowas nicht gegeben! Da gab es wenigstens noch anständige Kostüme und es wurde auch nicht ständig über Sex gesprochen. Und diese ganzen englischen Wörter! Das muss doch nicht sein, das versteht doch keiner. Aber nun gut, jetzt hat er ja das Abo, da muss er da durch. Die Arme verschränkt, der Blick weit entfernt vom Hauch eines Lächelns steht er todesmutig die Inszenierung durch. Vielleicht lässt er sich ab und an zu einem ungläubigen Kopfschütteln hinreißen. Wenn es zu schrecklich wird, geht er in der Pause - immerhin dezent. Und alle anderen atmen erleichtert auf - denn mit ihm verschwindet auch der Duft nach Mottenkugeln, Rheumasalbe und Rasierwasser.

Der Kritische
Er hat ja schon vorher gelesen, dass es nicht so gut sein soll - das will er mal genau überprüfen. Oder er hat gelesen, dass es fantastisch ist, das wäre ja kaum zu glauben - ist also auch überprüfenswert. Sein Blick ist leidend bis aggressiv und es erfüllt ihn mit einem wohligen Schauer, in sich eine tiefe Abneigung gegenüber dem Geschehen auf der Bühne aufzubauen. Er bemüht sich, seinen Unmut deutlich zu zeigen - durch Körperhaltung, ein selbstauferlegtes Lachverbot und leises Murren, Grummeln oder aufmerksamkeitsheischendes ergebenes Seufzen. Wurde er von einem der Akteure eingeladen, wird er diesem auf keinen Fall einen wohlwollenden Respekt für die Leistung entgegenbringen. Nur weil man befreundet ist, heißt das noch lange nicht, dass man sich wertschätzt!
Die goldene Regel "Wenn du etwas positives zu sagen hast, sag es - wenn nicht, dann schweige höflich." ignoriert er gern. Hat er die Möglichkeit - z.B. durch Freundschaft - nach der Vorstellung mit den Akteuren in Kontakt zu treten, betont er gern schnellstmöglich, was ihn an der Inszenierung/dem Theater/den Schauspielern gestört hat. Natürlich ungefragt - er weiß doch, dass seine Meinung wichtig ist und er will doch nur konstruktive Kritik beitragen. Manchmal wundert er sich, warum er seltener eingeladen wird. Aber er hat auch schon mal über ein Abo nachgedacht ...

Der Laute
Man braucht ihn gar nicht mit den Blicken suchen, man hört ihn ja schon. Wie der Kritische liebt er lautes Seufzen, auch Räuspern gehört zu den Markenzeichen. Husten ist nicht schlecht, aber anstrengender für die Stimme, immerhin ist er ja nicht krank. Aber die Stühle knarren meist sehr schön im Theater, damit kann man gut spielen. Das geht total leicht, indem man alle 30 Sekunden die Körperhaltung wechselt. Dass sein Glas, das er eigentlich nicht mit in den Saal nehmen soll, während der Inszenierung zweimal umkippt, kann passieren, er ist auch nur ein Mensch. Die Jacke rutscht auch immer vom Schoß, das Leder ist so glatt - aber deshalb 1 € für die Garderobe ausgeben? Auf keinen Fall! Da er immer mit Freunden unterwegs ist, teilt er gern auch mal ne Tüte Chips oder eine Tafel Schokolade, er ist eben sozial. Und manchmal muss er beim Gegenüber kurz nachfragen, was grad auf der Bühne gesagt wurde - er hat es akustisch nicht verstanden.

Der Kommunikative
Er würde niemals allein ins Theater gehen. Das ist doch total langweilig! Aber zum Glück hat er Freunde, die ihn regelmäßig begleiten. Er liebt es, das Bühnengeschehen zu kommentieren. Immerhin kennt er das so eben gesprochene Zitat aus einem Film ... Ach, wie hieß der doch gleich ... warte mal ... na der mit Robert DeNiro ... ach nee, doch nicht ...
Und er hat im Programmheft gelesen, dass die Kostüme in den Farben des Adels gefertigt sind, dass das Bühnenbild an eine römische Mauer erinnert, dass es nach der Aufführung noch ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur gibt (zu dem er natürlich hingeht!) und ... achja, die Parkplatzsuche hat etwas länger gedauert draußen, es war die Hölle! Wird er ignoriert, zögert er kurz ... bis ihm einfällt, dass die Schauspielerin ... die da hinten ... ja, die Blonde ... dass DIE mal in der 5. Klasse im Deutschunterricht neben ihm gesessen hat ... ja, echt!

Der Unsichere
Ein Witz auf der Bühne: Lachen + Blick zum Sitznachbarn. Ein zweiter Gag auf der Bühne: Lachen + Blick zum Sitznachbarn. Ein sexistischer Witz auf der Bühne: hochgezogene Augenbrauen + Blick zum Sitznachbarn. Ein ruhiger Moment auf der Bühne: Müdigkeitsgeste + Blick zum Sitznachbarn. Ein Schuss auf der Bühne: Erschrockener Blick zum Sitznachbarn. Musik auf der Bühne: Blick zum Sitznachbarn. Menschen auf der Bühne: Blick zum Sitznachbarn. Eine Bühne: Blick zum Sitznachbarn.
Der Unsichere kann nicht allein genießen. Er braucht die stetige Vergewisserung, dass seine Begleitung genauso denkt/fühlt/reagiert wie er. Vielleicht will er sich aber auch nur vergewissern, dass der andere seine Reaktionen mitkriegt? Oder er braucht eine Legitimation für eine Reaktion auf das Bühnengeschehen - diese erhält er nur, wenn der andere ebenso reagiert? Man weiß es nicht. Man weiß gar nichts mehr. Man kriegt vom Bühnengeschehen - besonders auf einem Sitzplatz HINTER dem Unsicheren - nichts mehr mit. Zu hypnotisch zieht der sich stetig drehende Kopf vor einem den Blick auf sich. Mordphantasien mischen sich mit spontaner Todessehnsucht. Weiß man vorher, dass der Unsichere vor einem sitzen wird, investiert man das Geld für die Theaterkarte lieber in ein leckeres Essen - weit, weit weg von ihm.

Der Eigenartige
Die Steigerung des Unsicheren. Er dreht seinen Kopf nicht nur um 90 Grad zum Sitznachbarn, sondern direkt um 180. Zu Beginn, wenn es noch hell ist, steht er gern auf und inspiziert den ganzen Zuschauerraum. Vielleicht sucht er Bekannte, die woanders sitzen? Vielleicht Gesichter von Bekannten, die zufällig genau in derselben Vorstellung sitzen könnten? Verständlich.
Doch wenn es dunkel wird im Zuschauerraum, hört er nicht auf. Er MUSS sich umdrehen und in den Raum hinter ihm starren. Auch gern nach oben in die Ränge oder auf die Menschen neben ihm. Warum? Warum?? Warum??? Ist es eine Kontrollsucht? Verunsichert ihn das Bühnengeschehen dermaßen, dass er Ablenkung in seiner Umgebung sucht? Raubt einem als Hinter-ihm-Sitzenden schon der Unsichere die Nerven, so liegen sie beim Eigenartigen komplett blank. Angestarrt durch die hellen Augen des Im-Raum-Suchenden (vermutlich denkt er, im Dunkeln sieht man nicht, was er tut) fühlt man sich wie ein Reh auf der Autobahn oder bei einer Stasibespitzelung. Man will fliehen, doch man kann nicht weg, der Eigenartige hat einen fest im Blick. Ein Albtraum.

Der Abgelenkte
Was sein Lieblingsmoment auf der Bühne war? Ach, war alles irgendwie ganz gut ... aber die WhatsApp-Nachricht von Anja war echt witzig, die war heut Abend mit Ina und Sven feiern. Willst du das Bild mal sehen? Sie hat ein Foto geschickt, echt gut!
Im Gegensatz zum Lauten hört man den Abgelenkten nicht. Er ist leise wie eine Maus ... aber sein Gesicht leuchtet bläulich, so findet man ihn auch im dunklen Zuschauerraum ganz leicht. Eigentlich. Wenn nicht zwanzig weitere Menschen auch so leuchten würden ...

Der Kranke
Immerhin hat die Karte 10 € gekostet. Er hat ja rumgefragt, mit heiserer Stimme, aber niemand hatte Zeit, seinen Platz einzunehmen. Naja, und irgendwie hat er sich ja auch total auf das Stück gefreut *röchel*. Der Kranke fällt nicht allzusehr auf, wenn er neben dem Lauten sitzt, sie sind sich sehr ähnlich. In der kalten Jahreszeit und ganz besonders in den Übergangszeiten taucht er auch gern im Rudel auf ... natürlich dezent verteilt im gesamten Zuschauerraum - nur so ist der Dolby-Surround-Effekt auch wirklich gewährleistet.


Selbstreflektierend gebe ich offen zu, dass ich an bestimmten Tagen Eigenschaften der genannten Typisierungen aufweise. Und ich bemühe mich stets (außer beim Lachen) das Lautsein einzudämmen und unvoreingenommen und offen in eine Inszenierung zu gehen ... meistens klappt es.;)


"Coriolanus" - Donmar Warehouse Theatre auf der Leinwand (Savoy-Filmtheater Hamburg)

Beim letzten Londontrip las ich im Zimmer unseres Bed&Breakfasts einen Artikel über deutsches und britisches Theater. Der Fokus unterscheidet sich sehr - haben wir in Deutschland hauptsächlich Regietheater, so stehen in England die Schauspieler und Autoren im Mittelpunkt.
Und die Schauspieler auf den englischen Bühnen sind dann auch des öfteren die ganz großen, die der Nicht-Theatergänger aus zahlreichen Hollywoodfilmen kennt. Diese Stars live auf der Bühne zu sehen, muss fantastisch sein. Kostet aber auch ordentlich Geld. Denn neben den Karten kommt ja noch der Trip nach London dazu. Umso erfreuter war ich, als ich Digital Theatre entdeckte. Als neuer Dr-Who-Fan war ich sehr wild darauf, David Tennant alias der 10. Doctor und Catherine Tate alias sein Companion Donna Noble zusammen in einem Theaterstück zu sehen - und dann auch noch in Shakespeares "Viel Lärm um nichts". Die Trailer auf Youtube hatten mich neugierig gemacht und ich kaufte die Aufnahme der Inszenierung online und freue mich, sie mir bald anzusehen (denn erst möchte ich noch das Stück zu Ende lesen :) ).

Um nun den Bogen zu Coriolanus zu schlagen: bei den Recherchen zu Online-Theateraufführungen sah ich, dass es auch Live-Übertragungen in verschiedene Kinos weltweit gibt. Ich entdeckte diese Info am 1. Februar. Die letzte Übertragung - "Coriolanus" mit Tom Hiddleston in der Hauptrolle - lief am 30. Januar. Grrrrrrrrrr! In Berlin wurde es nicht ausgestrahlt - wozu auch, so eine unbedeutende Mini-Stadt ... Aber in Hamburg. Und ich entdeckte, dass es in Hamburg eine Wiederholung der Ausstrahlung gibt, am 10. März. Also war spontan die Entscheidung da: Ich fahr nach Hamburg und schaue mir die Inszenierung im Kino an.
Die Vorfreude war groß und ich versuchte mich schon ein bißchen vorzubereiten: ich las mich in die ersten Szenen von Coriolanus ein (ich geb´s zu, ich schaffte nur ein Drittel, die Zeit war knapp), hörte in eine englische Hörbuchfassung rein, las mehrmals die Zusammenfassung. Denn Shakespeare auf Englisch ist nicht ohne - und zu wissen, worum es geht, ist in jeder Inszenierung vorteilhaft.
Das Hamburger Kino Savoy-Fillmtheater ist schön, modern und sehr gut besucht. Fast alle Sitze waren besetzt, die Karten auch entsprechend teuer (17,50 € - ich hatte mein Ticket im Voraus gebucht).
Ich hätte zu gern eine Umfrage gesehen, wie viele Menschen im Publikum dort waren, weil sie Tom Hiddleston so sexy finden .... vermutlich etwa 90%.;)
Mich hatte er als Loki in "Thor" (den ich ansonsten ziemlich blöd fand) und in "The Avengers" begeistert, besonders seine Stimme und das zurückgenommene Spiel. Und klar: auch die Optik, man kann es nicht leugnen. Nicht umsonst wurde er von MTV zum "Sexiest man of the world" gewählt.
Nach vielen Vorschauen, Werbung für andere Theaterübertragungen und neue DVDs sowie einer Einführung zum Stück ging es endlich los. Und es war gut. Nicht herausragend, nicht umwerfend, sondern gut. Und ich denke, hier ist die Grenze der Theater-auf-Film-Möglichkeiten erreicht: es ist kein Film, der würde vermutlich mehr berühren oder begeistern. Es ist die Aufnahme eines Theaterstücks, das mich - wäre ich vor Ort live dabei gewesen - vermutlich sehr geflasht hätte. Die Momente direkt zum Anfassen nah vor Augen zu haben, hat nochmal eine andere Wirkung, die auf der Leinwand nicht erzielt werden kann. Aber: ich bin unendlich dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, solch eine Inszenierung sehen zu können, auch wenn ich nicht vor Ort sein kann.
Die Inszenierung startet ruhig, das Bühnenbild eine Steinmauer im Hintergrund, daran einige Leitersprossen, davor eine freistehende Leiter, die zur Decke führt. Der Rest der Bühne eine freie Steinfläche, mit Abflussgittern an den Rändern. Dazu ein paar Stühle. Die Inszenierungsideen sind einfach, aber funktionieren gut. Die Spieler sitzen auf den Stühlen, treten von dort aus ins Bild. Die Schauspieler bemühen sich sehr - haben aber gegen Tom Hiddleston keine Chance. Mit seiner Bühnenpräsenz lässt er seine Mitspieler am langen Arm verhungern. Das passiert unabsichtlich, aber es passiert. Gegen einen ruhigen Tom Hiddleston in Großaufnahme, dem zwei Tränen langsam über die Wange rinnen, kommt niemand an - und schreit er auch noch so sehr.
Zwei Plätze neben mir sitzt ein junger Mann, der von den engen Hosen der Schauspieler sehr angetan ist, besonders bei Herrn Hiddleston. In der Tat, die Hosen sind eng. Sie passen gut zu den Kriegern im Stück. Die Kostüme sind im Gesamten sehr schön, detailliert gearbeitet, aus wunderbaren Materialien in gedeckten Farben (Khaki, dunkle Lilatöne, Grau, Beige, Braun und Schwarz). Sie sind modern und antik zugleich. Sie stehen den Schauspielern gut, unterstreichen deren Charaktere, verbinden sich zu einem großen Ganzen. Und als Coriolanus in einer Szene in einer weißen Toga auftritt, lässt mich die Frage nicht los, ob er darunter wirklich komplett nackt ist.
Coriolanus ist ein langes Stück. Und es wurde leider so lang gelassen. Trotz einiger Kürzungen sitze ich über drei Stunden im Kino. Drei Stunden, die irgendwann ermüdend werden, auch wenn es einige Highlights gibt. Mein Lieblingsaspekt im Stück sind die Verletzungen. Es geht um Krieger, es geht um die Wunden, die ein Krieger davonträgt und die - besonders von seiner Mutter - als Auszeichnungen gesehen werden, als etwas wunderbares, was den Sieg des Sohnes präsentiert. Es wird wunderbar mit diesen Verletzungen gespielt, so wie hier ab Minute 28:00:

)

Nach ein paar kurzen vergleichsweisen Einblicken in die Aufnahme von "Much ado about nothing" ist mein erster Eindruck: Komödien funktionieren als Aufnahme besser als Tragödien.
Ich freue mich sehr auf weitere Inszenierungen online und würde mir wünschen, dass auch deutsche Theater ab und an diese Möglichkeit aufgreifen.
Aber vielleicht ist bei uns nicht genug interessiertes Publikum da? Immerhin können wir keinen Tom Hiddleston oder Ian McKellen oder Patrick Stewart bieten, keine Judy Dench oder Maggie Smith. Die Aufnahmen müssen auch nicht perfekt sein ... aber wenn Deutschland immer jammert, dass nicht genug junge Menschen ins Theater gehen, sollte man sich ein Beispiel am Ausland nehmen, mehr Stars auf die Bühne stellen und eine Fanbase aufbauen ... so wie es Stefan Kaminski mit seiner Live-Hörspielreihe "Kaminski on Air" geschafft hat. Mehr Kult und mehr Popkultur ins Theater! Auf in die Zukunft!

Donnerstag, 6. März 2014

"Dieses Kind" - Deutsches Theater Berlin

Ein Familienfoto steht an, alle bereits aufgestellt, die Männer hinten, davor die Frauen, die Kinder auf dem Boden zu ihren Füßen. Und das Teeniemädchen mit verschmitztem Lächeln am Rand. Genau dieser Witz in ihrem Blick zieht einen sofort in den Bann. Als sich das Bild auflöst, tritt sie nach vorn. Sie ist schwanger und sie ist sich sicher: sie wird eine fantastische Mutter! Und ihr Kind wird glücklich sein! Es muss einfach! Es muss! Es muss!!!
Nach dem Eingangsmonolog begegnen wir vielen Familienmitgliedern: älteren und jüngeren Vätern, kleinen und großen Kindern, besorgten Müttern, pragmatischen Töchtern und kinderlosen Paaren ... Jede Szene nimmt uns mit in einen Mikrokosmos, lässt die Fantasie in die Vergangenheit und Zukunft dieser Familienmitglieder wandern ... und zeigt beißend hart, wie sehr die Beziehung zu den Eltern einen Menschen prägt.

"Dieses Kind" ist eine Inszenierung des Jungen DT, es spielen drei Generationen zusammen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene - und sie tun es grandios! Schon lange hat mich kein Stück so sehr gepackt wie dieses. Es rührt einen an, man entdeckt sich selbst, entdeckt seine Freunde, Partner, vielleicht auch seine Eltern in den Figuren. Die Inszenierung ist einfach gehalten, dennoch verspielt und sehr intim, die Box im DT ist ein kleiner Spielraum, der uns nah an den Figuren sein lässt, uns eintauchen lässt in diese Familienwelten. Das Bühnenbild - ein drehendes Gerüst - lässt sich vielfältig verändern und stellt immer wieder neue Räume dar.

Hingehen, anschauen, berühren lassen!

Alles zum Stück: hier

Foto: Arno Declair
Bildquelle:  http://www.deutschestheater.de